Wounded Knee


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Indianer reiten auf den Spuren ihrer Ahnen

In dem spannenden Dokumentarfilm können die Zuschauer die Indianer auf ihrem spirituellen Ritt auf den Spuren ihrer Ahnen begleiten. Das Ziel ist Wounded Knee, ein Friedhof in der Pine Ridge Reservation (Bundesstaat South Dakota), wo am 28. Dezember 1890 Häuptling Big Foot und mehr als  300 wehrlose Männer, Frauen und Kinder, von der 7. US-Kavallerie ermordet wurden. Wounded Knee steht für das Volk der Lakota (besser bekannt als Sioux) als Mahnmal für die Gräueltaten an ihrem Volk. In Wounded Knee wurden die letzten freien Indianer, die sich nicht in Reservate eingliedern ließen, umgebracht. „Es war ein Schock für uns“, sagte Alex White Plume, einer der Initiatoren über das Ereignis, „von dem wir uns bis heute nicht wieder erholt haben“. Durch die Zeremonie finden die ‚Nativ American’ wieder zurück zu unseren Wurzeln und erfahren Heilung.

Der Dokumentarfilmer Dirk Schröder hatte das große Glück von dem Vollblutlakota Alex White Plume zu dem Ritt eingeladen zu werden und erhielt die Erlaubnis das Ereignis zu dokumentieren. Eine Woche ritt er mit den Indianer die gut 240 Kilometer lange Strecke nach Wounded Knee im eisigen Winter 2000. Er konnte den spirituellen Ritt sozusagen als Teilnehmer miterleben und war immer mit der Kamera dabei.

Der Autor gewann im Laufe der Zeit das Vertrauen der Indianer und durfte dadurch auch sehr persönliche Situationen im Film festhalten. Sehr eindrucksvoll gibt der Film wieder, wie jeder Tag mit einem Gebet beginnt und endete, wie die Indianer mit Kriegsgeschrei zu ihrem Ritt aufbrechen und am Abend von den Helfern empfangen werden. Die heilige Lieder werden gesungen und die Trommel dazu gespielt. Auch den Respekt der Indianer vor dem Land, der Erde, den Menschen, Tieren und Pflanzen wird dem Zuschauer deutlich. Der Film zeigt die Strapazen und die entspannten Seiten abends am Lagerfeuer.

Interviews mit Indianer, die ihre Ahnen in Wounded Knee verloren haben, geben zudem einen tiefen Eindruck von der Wichtigkeit und Bedeutung des Ritts für die Menschen und ihre Nachkommen. Die Zuschauer erfahren wofür die Indianer reiten, was die heiligen Stäbe symbolisieren und wie wichtig dieser Ritt für die nächste Generation ist.

Jedes Jahr reiten auch Jugendliche mit, die zwischen der Kultur der Amerikaner und ihrer Vorfahren stehen. Hier erleben die Jungen und Mädchen einen tiefen Respekt, hören ihre Muttersprache von den Alten und sind wieder stolz Indianer zu sein. Sehr treffend hat dies ein Vater ausgedrückt, als die Jugendlichen für ihren Einsatz von den Erwachsenen geehrt wurden. Er sagte: „In diesen zwei Wochen hat mein Junge mehr für sein Leben gelernt, als in zwei Monaten in der Schule!“

Es wurden schon mehrer Filme über Wounded Knee gedreht, dieser aber zeigt sehr gut die Perspektive aus der Sicht der Betroffenen, der Indianer Nordamerikas.

 
 
 
 
 
 
 
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